Es ist eigentlich ein nettes Völkchen, das sich damals vor langer Zeit südlich des Rheins niedergelassen hat. Sicherlich, die Sprache ist etwas eigen und wer hier lebt, aber an einem anderen Ort geboren wurde, kommt des öfteren nicht darum herum, sich zu wundern (Worüber? Durchgefallen und vor der Lektüre dieses Artikels noch einmal ganz vorne im Blog anfangen!).
Aber bei all diesen Wunderlichkeiten, oder vielleicht gerade wegen diesen, bleiben die Franzosen immer ganz wunderbar französisch. Ein bisschen chaotisch, sicher. Ein bisschen wild auf der Straße, unsicher. Aber mit Sicherheit immer mit dem Herzen dabei.
„Aus den Augen, aus dem Sinn“, heißt es in Deutschland, wenn man geht und zu schnell vergisst. „Loin des yeux, loin du coeur“ sagen die Franzosen. Irgendwie rührend. Ich weiß nicht, wo man mit mehr Glück als Verstand hinkommt. Mehr mehr Herz als Verstand, muss man zumindest einmal in Frankreich vorbeigeschaut haben.
Verfasst von seefunk
In Frankreich kann man vieles nicht verstehen, auch wenn einem nur wenig spanisch vorkommt. Das liegt zu großen Teilen an der hier gesprochenen Sprache, dem Französischen, dass durch eine ganz eigene Eigenheit von seinen romanischen Schwestersprachen abweicht: Bei der Umwandlung von Schriftsprache in gesprochene Sprache werden die Wörter im Durchschnitt um 85% kürzer – und das nicht nur bei pubertierenden Jugendlichen, die ihre Zähne nicht auseinanderkriegen, sondern auch bei linguistisch geschulten Akademikern. 